SEZ NER

 

Arno Camenisch
Uraufführung

Spiel: Gian Rupf
Musik: Hans Hassler
Konzeption: Gian Rupf
Künstlerische Mitarbeit: Arno Camenisch
Schauspielcoach: Paul Weibel, Mirjam Neidhart
Dramaturgische Begleitung: Mathias Balzer, Ann-Marie Arioli
Videoarbeit:
arte zero (Giselle & Gian Rupf)
Spieldauer: 75 Min (ohne Pause)

 

«präzise Bilder klare Sätze, raue Bergwelt»

 

Das Älplerleben ist kein Zuckerschlecken. Das weiss spätestens seit Arno Camenischs Buch „Sez Ner“ jeder seiner Leser. Und jetzt wird es plastisch: Gian Rupf und Hans Hassler bringen die Alp auf die Bühne des Theater Chur. In “Sez Ner” sind es die einzelnen, stimmungsvollen Momente die begeistern. Die Momente zwischen zerbrechlicher Poesie und grobem Sennen-Alltag.

Kritiken

„Der Schauspieler schafft es, mit wenigen Requisiten eine aufgeladene Stimmung zu erzeugen, die das Älplerleben in die Farben eines mehrheitlich unbefriedigenden Einsiedlerlebens tauchen.“

Südostschweiz, V. Gerstlauer

 „Faszinierend, was Rupf aus Camenischs Buch herausgearbeitet hat. Gian Rupf lässt die Kessi auf den Zaunpfählen klingen, scharf beobachtet von Musiker Hans Hassler. Wo zuerst ein Holzkubus stand, ist plötzlich die gute Stube zu sehen, mit heimeliger roter Laterne, ein Stangenwald entsteht aus dem Nichts, lärmig werden Metallkessi am Bühnenrand geordnet. Getöse und Ruhe, ein Wechselspiel. Und mittendrin: Hans Hasslers Musik. Auch sie sehr zwiespältig. Mal heftig und verwirrend das Akkordeon, dann durchbricht die Klarinette mit wunderbaren Linien das chaotische Geschehen auf der Bühne. Perfekt auf Gian Rupfs eruptives Spiel aufgebaut.Virtuos unterstrich er Rupfs zeitweilige Abstecher in den Wahnsinn.“

 Bündner Tagblatt, S. Taverna